irritate modern ist ein Kunstraum und eine Galerie, die seit fast 20 Jahren von Gregor Aigner mit seinen Kunstprojekten, Installationen, Objekten, Skulpturen und Performances bespielt wird.
Der White Cube befindet sich mitten in der Frankfurter City in der Petersstraße 2. Gregor Aigner ist in der modernen Kunst, genauer gesagt der Konzeptkunst zuhause und bearbeitet gesellschaftskritische Themen und zwischenmenschliche Emotionen und Verbindungen. Er legt Finger in Wunden, versteckt und entlarvt Botschaften und geht in Tiefen, in denen man manchmal nur noch schwer atmen kann. „Spätestens wenn man entdeckt, was ich zeigen will, tut es weh. Es wäre gut, wenn es denen, um die es in meinen Arbeiten geht, schon früher weh tun würde. Aber dann müsste ich nichts mehr zeigen.“ Seine Idee zum Umzug des Frankfurter Literaturhauses und sein Freiluftroman® wurden mit dem Goldenen Löwen in Cannes ausgezeichnet. Gregor Aigner ist Sohn einer künstlerischen Befruchtung, bei Demonstrationen auf den Schultern seines Vaters in Berlin-Charlottenburg von Wasserwerfern getauft und aufgewachsen und Vater einer 18-jährigen Tochter. Die Installation nach dem 7. Oktober 23 an einem Frankfurter Schornstein mit der Aufschrift ACHTUNG fährt ins Mark, wenn auf diesem Wort 2 Punkte erscheinen und die Achtung vor Menschen zur ÄCHTUNG dieser wird. „Menschen schauen nicht genau hin. Ich zwinge sie dazu.“ Gregor Aigner, 2025

„Der Künstler und Kampagnenentwickler Gregor Aigner lebt seit 1970 in Frankfurt am Main. Seine Arbeit besticht durch seine klugen und subversiven Kunstbotschaften, die in einem eigens von ihm dafür entwickelten Kunst- und Galerieraum Irritate modern zu sehen ist sowie im öffentlichen Raum. Aigners Kunst, die den urbanen Raum sucht, weil sie ihn braucht, lebt in ihm auf. Hier verhandelt sie die großen Menschheitsthemen, seien es Liebeserklärungen, Kapitalismuskritik, die deutsche Geschichtsschreibung, Vandalismus oder gewalttätige Übergriffe. Aigner illuminiert und hebt mittels minimaler Interventionen befragungswürdige gesellschaftliche Entwicklungen hervor, die sich oftmals in städtebildlichen Veränderungen niederschlagen.

Mutiges Getrieben sein und Courage sind elementare Kräfte seines Schaffens, wie er es bereits 1999 in ideas for the brave artikulierte. Um auf den Abriss eines Wohnhauses aus dem Jahr 1820 in der Frankfurter Innenstadt aufmerksam zu machen, hatte er „Kulturhohlheit“ auf ein übrig gebliebenes Stück Wand gesprüht, wofür ihn die Nachbarn angezeigt haben und ihn die Polizei festgenommen hat.“

Celena Ohmer, Kuratorin des Kunstparcours der Ardi Goldman Kunst und Kultur Stiftung